In 34 dagen

Daniel Fuhrhop: Das Stadtzentrum weiterdenken

In een oogopslag

Baukulturgespräche Osnabrück 2022

Baukulturgespräche Osnabrück 2022 starten

Das Stadtzentrum weiter denken

Seit 2018 veranstaltet der Verein für Baukultur Osnabrück die Baukulturgespräche als kontinuierliches Vortrags- und Diskussionsformat, in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Innenstadt. Der Auftakt der diesjährigen Baukulturgespräche findet am 13. September 2022 um 18 Uhr im Felix-Nussbaum-Haus statt. Daniel Fuhrhop aus Potsdam wird dann über notwendige Maßnahmen für einen Wandel zu lebendigen Stadtzentren referieren.

Unsere Innenstädte wurden über Jahrzehnte ausschließlich vom Handel dominiert. Dieses monostrukturelle Geschäftsmodell stirbt jetzt, insbesondere durch neue digitale Angebote und steigende Umsätze im Onlinehandel. Deswegen stirbt aber nicht das Stadtzentrum. Mit einer individuellen, lebendigen Mischung aus Handel, Gastronomie, Gewerbe, Kultur und Wohnen müssen sich unsere Innenstädte neu erfinden und die austauschbare, immer gleiche durch internationale Marken geprägte Filialisten-Einkaufsstraße ablösen. Die Baukulturgespräche Osnabrück 2022 sollen aufzeigen, welche Rolle die Baukultur bei diesem Wandel spielt, wie Architektur und Freiraumplanung die positive Entwicklung der Innenstädte fördern können und wie eine ausgewogene Entwicklung von Innenstadt und Quartiersentwicklung gefunden werden kann. Die vier Vorträge beginnen jeweils um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Das Stadtzentrum weiter denken

Am Dienstagabend, den 13. September 2022, werden die Baukulturgespräche Osnabrück 2022 von Daniel Fuhrhop (Potsdam) eröffnet. Die (Innen-) Stadt ist Wohn- und Arbeitsraum. Erst die Konkurrenz der Shopping-Center, dann der Onlinehandel und schließlich Corona: der innerstädtische Handel befindet sich seit langem in der Defensive. Um einen Wandel zu lebendigen Stadtzentren anzustoßen, schlägt Daniel Fuhrhop vor, auf zwei Weisen in die Offensive zu gehen. Das betrifft zum einen das Management der Ladenflächen. Hier kann das Stadtzentrum nicht mit der Professionalität eines Centermanagements mithalten. Die aktuelle Notlage bietet nun aber die Chance für gemeinsames Handeln vieler Eigentümer:innen. Die Kommunen sollten mit Politik und Verwaltung vorangehen und ein gemeinsames Management von Ladenflächen anregen. Bei diesem Vorschlag stützt sich Daniel Fuhrhop neben Expertise im Stadtwandel auch auf Erfahrungen als OB-Kandidat für Oldenburg 2021.
Zum anderen kann der Handel nicht mehr alle Flächen der Innenstädte allein bespielen. Auch hier sollten wir weiterdenken, diesmal von der Fläche gedacht: Das Stadtzentrum einer Stadt wie Osnabrück sollte nicht von mehrspurigem tosendem Autoverkehr eingekreist werden, sondern die Verkehrswende bietet die Chance, die Orte rund um den Innenstadtwall neu erlebbar zu machen für Gastronomie, für Schausteller, für Kunst, Kultur und Musik, für Spiele und Gärten und für das Zusammenkommen der Menschen.

Daniel Fuhrhop engagiert sich als Wirtschaftswissenschaftler bei den Scientists for Future dafür, Eigentümerinnen von Altbauten zu beraten, dadurch Wohnraum zu finden und neu zu nutzen. Als Sachbuchautor schrieb er die Streitschrift „Verbietet das Bauen!“ und den Ratgeber „Einfach anders wohnen“. Zuvor war er fünfzehn Jahre Unternehmer, gründete und leitete den Stadtwandel Verlag. 2021 kandidierte er als Oberbürgermeister von Oldenburg und erreichte in der Stichwahl 46%. Er lebt seit 2022 in Potsdam.

Fortgesetzt werden die Baukulturgespräche mit Vorträgen von Prof. Claudia Schmidt (6. Oktober 2022), Caspar Schmitz-Morkramer (2. November 2022) und Prof. Dr. Thorsten Bürklin (24. November 2022).

Der Verein für Baukultur Osnabrück e.V. führt die Baukulturgespräche 2022 in Abhängigkeit von den jeweils gültigen Hygienebestimmungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie als Präsenzveranstaltung durch.

Baukulturgespräche Osnabrück

Durch die Baukulturgespräche Osnabrück soll die Öffentlichkeit für regionale Baukultur sensibilisiert und der Diskurs verstetigt werden. Als Veranstaltungsort wurde das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück ausgewählt. Mit seiner zeitgenössischen Architektur hat der Libeskind-Bau einen direkten Bezug zum Thema Baukultur und bietet den idealen Rahmen für die Veranstaltungsreihe. Die Veranstaltungsreihe wird im Rahmen der Landesinitiative „Baukultur in Niedersachsen“ vom Land Niedersachsen, Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz gefördert. Als Sponsoren unterstützen die Firmen Deppe Backstein, FSB, Industriebau HOFF, LBS, Solarlux, mbakustik und pro office die Baukulturgespräche 2022.

Der Veranstalter: Verein für Baukultur Osnabrück

Der Verein für Baukultur Osnabrück hat sich das Ziel gesetzt, die Baukultur in der Stadt und der Region Osnabrück zu fördern und stärken. Durch die Verknüpfung von Baukulturakteuren und -interessierten stellt der Verein eine Plattform für den kontinuierlichen Informations- und Erfahrungsaustausch über eine qualitätsvolle Baukultur dar. Baukultur wird dabei bewusst offen als Gesamtqualität der Aspekte Architektur, Bau- und Wohnungswirtschaft, Denkmalschutz, Design, Freiraumplanung, Infrastrukturplanung, Ingenieurbau, Konstruktion, Kunst, Stadt- und Landschaftsplanung sowie Städtebau definiert. Durch Vorträge, Ausstellungen, Netzwerkveranstaltungen und auf anderen Kommunikationswegen möchte der Verein das baukulturelle Bewusstsein in der Stadt und der Region Osnabrück stärken und Baukultur erlebbar machen.

Kooperationspartner & Veranstaltungsort: Museumsquartier Osnabrück, Felix-Nussbaum-Haus

Das Felix-Nussbaum-Haus besitzt mit über 200 Werken die größte Sammlung des in Osnabrück geborenen und von den Nationalsozialisten ermordeten jüdischen Malers Felix Nussbaum. Für den Museumsbau verschachtelt der Architekt Daniel Libeskind drei Baukörper, die Bezugslinien zu Stationen im Leben des Malers – Osnabrück, Berlin, Brüssel, Auschwitz – setzen. Im Inneren beschreitet der Besucher ansteigende und abfallende Böden, wandelt in sich verengenden Gängen und verwinkelten Räumen und geht entlang von Mauern, die in spitzen Ecken münden. Sein Blick kreuzt durch Gitter die Geschosse und fällt durch schräg verlaufende Fenster nach außen. Labyrinthisch erscheint das „Museum ohne Ausgang“, das Gefühle von Zerrissenheit, zunehmender Enge und ansteigender Orientierungslosigkeit baulich sichtbar und räumlich erfahrbar macht.

Osnabrück, 20. Juli 2022

Veranstaltungsüberblick

Baukulturgespräche Osnabrück 2022 – Schwerpunkt Innenstadt

Stadtzentrum weiter denken

Referent: Daniel Fuhrhop

Datum: 13. September 2022, 18:00 Uhr

Müssen wir zurück in die Zukunft?

Referentin: Prof. Claudia Schmidt

Datum: 6. Oktober 2022, 18:00 Uhr

Retail in Transition – Verkaufswelten im Umbruch

Referent: Caspar Schmitz-Morkramer

Datum: 2. November 2022, 18:00 Uhr

Die Innenstadt denken. Die Innenstadt leben.

Referent: Prof. Dr. Thorsten Bürklin

Datum: 24. November 2022, 18:00 Uhr

Datums in één oogopslag

Op de kaart

MQ4 - Felix-Nussbaum-Haus
Lotter Straße 2
49074 Osnabrück
Deutschland

Tel.: 0541 323-2207
E-mail:

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